Geschichte des B.V. Westfalia Wickede
- Historie des Vereins / Teil 3 -
Nach Auf- und Abstiegen gelang es dem Verein erst 1957 wieder in die 1. Kreisklasse aufzusteigen. Im gleichen Jahr schloß der Verein seinen ersten Vertrag mit dem Trainer Buddenberg ab. Ihm folgten die Trainer Specht, Deppe (Torwart des damaligen DSC 95), G. Schott, Löbbe, Bubi Rau (Torwart des BVB 09) H. Brasse und W. Dawert (1968 – 1971), mit dem der Verein 1970 in die Bezirksklasse aufstieg. Damit beginnt das 3. Drittel der Vereinsgeschichte, die in folgenden Abschnitt das Thema sein soll. Zuvor jedoch heisst es noch einmal Rückblick zu halten auf die vier Abschnitte einer traditionsreichen Vergangenheit:-Die Gründerjahre. -Der Wiederaufbau nach dem 1. Weltkrieg.-Die Zeit des Nationalsozialismus mit dem barbarischen 2. Weltkrieg.-Dem Neubeginn danach bis ins 3. Jahrtausend.Dank sei an dieser Stelle den Frauen und Männern dieser Epochen gesagt, die in guter und schlechter Zeit, durch Arbeit und Opfer an Zeit und Geld den Bestand unseres Vereins gesichert haben. In den Jahren von 1957 bis zu Ende der 60er Jahre verlief die Vereinsgeschichte in etwas ruhigeren Bahnen. Sportlich spielte man mal in der B-, mal in der A-Klasse. Mit der, 1968 vollzogenen Verpflichtung von Trainer Wolfgang Dawart, begann die et-was professionellere Arbeit mit den Senioren Mannschaften. Im Mai 1970 gelang im letzten Meisterschaftsspiel gegen den VfL Kemminghausen, nach einem 2:2, der Aufstieg in die Bezirksklasse. Fast 3000 Zuschauer waren ins „Pappeldtadion“ gekommen. Welch ein Auftakt zum 70jährigen Jubiläum! Am Erfolg der Mannschaft waren Beteiligt: Trainer Wolfgang Dawert, Obmann Bernd Siebert, sein Stellvertreter Willi Schaftsteller, die Spieler: Norbert Becker, Alfred Braun, Klaus Eckert (Spielführer), Karl-Heinz Eckholt, Heinz Eitzert, Dieter Gerth, Dieter Ihmann, Günter Kessel, Manfred Kunz Günter Matthies, Karl-Heinz Neumann, Peter Niewiadomski, Frank Reimann, Dieter Schäfer, Heinz Schiallek, Manfred Schott, Bernd Späth, Dieter Täuber, Klaus Weidt, Rainer Werner, Friedhelm Wessollek, Manfred Wichert und an der Linie Gerd Knut. Einige Spielernamen fehlen in der Ehrenliste der Sieger. Es sind die, die in der Aufbauphase der Mannschaft dabei waren: Willi Schaftsteller, Reinhard Schäfer (später 2. Vorsitzender und 2. Geschäftsführer). Willi Zuhn, Heini Pothmann, Gerd Dahlke und Siegfried Eitzert. Letzterer hatte sich schon mit 18 Jahren einen Stammplatz in der 1. Mannschaft erspielt. Sein Talent blieb den Spähern anderer Vereine nicht verborgen. 1968 ging sein Weg über den Hammer SV zum Regionallisten Lüner SV (damals die zweithöchste Klasse im deutschen Fussball). Der Verein machte sein erstes Transfergeschäft. In späteren Jahren folgten ihm noch zwei weitere Spieler. Der „schwatte“ Klaus Kramer wechselte über den Verbandsligisten Rot-Weis Unna zum 2. Ligisten SG Wattenscheid und 1984 erhielt Thomas Knauer einen Profivertrag beim Bundesligisten VfL Bochum. Aus der Jugend machte auch Dirk Eitzert seinen Weg in die Bundesliagaelf des VfL Bochum. Zurück in das Jahr 1970. Nach einer gelungenen Aufstiegsfeier im damaligen Vereinslokal „Haus Sprenger“ bereitete man sich auf die Jubelfeier zum 60. Vereinsgeburtstag vor. Die Vereine der Nachbarschaft bestritten ein attraktives Fussballturnier.
Den Höhepunkt jedoch bildete das Prominetenspiel der Mannschaft des Westdeutschen Rundfunks gegen eine Wickeder Auswahl der Geschäftswelt, der Parteien, der Kirchen und den Vorständen der Vereine anderer Sportarten. Fast 3500 Zuschauer erlebten den Absprung des Europameisters im Fallschirmsprung Helmut Dorka, und seiner Vereinskameradin , der deutschen Meisterin in dieser Sportart, Charlotte Kramer. Beide landeten mit einem Fussball präzise im Mittelkreis des Spielfeldes und gaben den Ball zum Anstoss frei. Bekannte Grössen von Sport, Funk, Fernsehen und Film wurden ihrer fussballerischen Talente wegen bewundert. Mit einem gerechten 2:2 endete dieses Gaudispiel. Ein attraktiver Festabend im Gemeindesaal beendete das Jubelfest.
In den folgenden 10 Jahren der Bezirksklassenzugehörigkeit erlebte die Vereinsfamilie viele spannende Spiele, aber zum Aufstieg in die Landesliga reichte es nicht. Im Gegenteil, im Jahr 1980 hiess es Abschied nehmen von der Bezirksklasse. Es sollten zwei schwere Jahre werden in der Kreisliga-A. Es kam knüppeldick. Zum Ende des Spieljahres 1981/82 fand man sich auf einem Abstiegsplatz wieder. Das letzte Meisterschaftsspiel wurde in Lünen gegen die K-I des Lüner SV angepfiffen. In einer dramatischen Schlacht, bei prasselndem Regen, wurden die Lüner mit 4:5 besiegt. Der drittletzte Tabellenplatz berechtigte die Mannschaft zu einem Entscheidungsspiel mit der punktgleichen Viktoria aus Derne. Das Spiel auf dem neutralen Sportplatz des SC Husen Kurl wurde nicht gewonnen. Doch die Westfalia hatte Glück. In diesem Jahr gab es nur einen Bezirksliga-Absteiger in die Kreisliga. Die drei Tabellenvorletzten der Kreisliga-A spielten zwei Absteiger aus. Der Tabellenerste dieser Entscheidungsspiele blieb in der Kreisliga-A. Mit dem neuen Trainer Manfred (Menne) Schott, der den vorzeitig beurlaubten Trainer Günter Maczkewiz abgelöst hatte, wurde es geschafft. Eine dramatische Saison endete mit einem glorreichen Sieg über Nette auf dem „neutralen“ Sportplatz des TuS Körne. Spieler, Trainer und Obmann lagen sich in den Armen.

Zu Beginn der Meisterschaft 1982/83 hatte „Kiki“ Kneuper, vom Oberligisten Hellweg Lütgendortmund, als Spieler-Trainer einen Trainervertrag für ein Jahr unterschrieben. Dies mit der Massgabe, auch bei einem eventuellen Abstieg der Mannschaft in die Kreisliga-B das Traineramt zu übernehmen. Fast 500 Zuschauer wohnten im Juli 1982 dem Saisoneröffnungstraining bei. Harte Wochen der Arbeit und es Trainings (z.T. vier- bis fünfmal in der Woche) lagen vor Mannschaft und Trainer. Das erste Meisterschaftsspiel in der Kreisliga-A, Gruppe 3 wurde gegen die K-I von Viktoria Derne verloren. Nach 1:5 Punkten wurden die ersten Zweifel an eine erfolgreiche Zukunft bei den Fans wach. Trainer und Mannschaft aber vertrauten auf ihre gute Vorbereitung. Der nächste Gegner hiess TuRa Asseln, unser guter Nachbar und sportlicher Rivale. Es wurde der erste Sieg in einer dann folgenden siegreichen Serie. Nach 25 Spielen ohne Niederlage schaffte die Mannschaft mit 6 Punkten Vorsprung, im Mai 1983, den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga. Zu dieser siegreichen Mannschaft gehörten die Spieler: Dietmar Daniel (Spielführer), Frank Dreier, Uwe Elmerhaus, Jörg Fink, Frank Iser, Franz Kannapin, Thomas Knauer, Siegfried Krafczyk, Wolfgang Kramer, Wolfgang Krüger, Peter Märtin, Uwe Meyritz, Norbert Paulga, Rolf Peuckmann, Jürgen Schenk, Thomas Schott, Norbert Sygor, Dieter Täuber, Thomas H. Zarse und Franz-J. Kneuper (Spieler-Trainer und Torschützenkönig). Darüber hinaus: Bernd Siebert (Obmann), Hartmut Niemann und Hermann Maerker (Betreuer), Jürgen Fries (Masseur), Gustav Lütgebüter (Kluftwart) und Gerd Knut (Linienrichter).
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Der Wiederaufstieg wurde in der Aula des Gymnasium am Grüningsweg, gross gefeiert. Damit endete ein glorreicher, weiter Abschnitt des Traditionsvereins am östlichen Hellweg. Bei den sich anschliessenden Heimspielen gegen solche Vereine wie: TuS Neuasseln, SuS Kaiserau, SG Massen, TuRa Asseln und dem SF Brackel 06 waren jeweils zwischen 1000 und 2000 Zuschauer Zeuge des Spielgeschehens. Lange sah es nach einem „Durchmarsch“ aus. Doch die Westfalia aus Wickede belegte „nur“ den 5. Platz in der Abschlusstabelle. Der sportliche Erfolg, das Auftreten der jungen Mannschaft und ihre Spielweise, brachten dem Verein viel Sympathien ein. Die Westfalia war wieder wer im Dortmunder Fussball. |
